IT-Experte Markus Zoglauer

Kein Nachteil ohne Vorteil – IT-Experte Markus Zoglauer über die Registrierkassenpflicht

Die Einführung der Registrierkassenpflicht stößt bei etlichen österreichischen Wirtschaftstreibenden auf heftigen Widerstand und wirft Fragen auf. Die mit der Umrüstung verbundenen Investitionskosten sind UnternehmerInnen dabei ein Dorn im Auge. Außerdem erntet der Generalverdacht, „schwarz“ – also an der Finanz vorbei – zu kassieren, heftige Kritik. Neben dem Unmut, bleiben aber die positiven Seiten scheinbar auf der Strecke: Vom Vorteil der Rechtssicherheit bei einer Finanzprüfung sprechen derzeit die Wenigsten.

Markus Zoglauer, seit mehr als 25 Jahren IT-Spezialist für den Einzelhandel und Geschäftsführer von ETRON, dem Komplettanbieter für Kassen- und Warenwirtschaftssysteme. Den Begriff „Hybridhandel“ hat ETRON österreichweit geprägt.

Markus Zoglauer, seit mehr als 25 Jahren IT-Spezialist für den Einzelhandel und Geschäftsführer von ETRON.

Keine Angst vor der Registrierkassa

Registrierkassenpflicht, Belegpflicht und Manipulationsschutz sind die Schlagwörter dieser Tage und sorgen bei UnternehmerInnen für großes Kopfzerbrechen. Mit 1.1.2016 plant die Regierung die Einführung einer Registrierkassenpflicht für Unternehmen mit mehr als 15.000 Euro Nettoumsatz. Damit befürchten österreichische Handelsbetriebe große Veränderungen auf sich zukommen. Die gute Nachricht aber vorweg: Es gibt schon jetzt Unternehmen, die für die Umstellung gerüstet sind und bereits manipulationssichere Kassensysteme im Einsatz haben. Nebenbei bemerkt, ist die Registrierkassa keine Erfindung der Neuzeit, sondern hat beachtliche 100 Jahre auf dem Buckel. Ursprünglich wurde sie in den USA erfunden, um eine Mitarbeiterüberprüfung vorzunehmen und somit gegen Schwund vorzugehen. Daran hat sich im Wesentlichen bis heute nichts geändert. Was sich mit dem neuen Gesetz und der Einführung der Registrierkassenpflicht allerdings ändern soll, ist ein Schutz vor Manipulation der Umsätze. Jeder Kunde erhält künftig einen ordnungsgemäß ausgestellten Beleg. Im beliebten Reiseland Italien bekommt man für jede Kugel Eis einen Beleg. Nachträgliche Änderungen im Umsatz-Journal sollen mit einer elektronischen Verschlüsselung verhindert werden. Das gilt auch für Betriebe wie Eisgeschäfte, Würstelstände, Heurigen oder KFZ-Werkstätten. Also zusammengefasst, nahezu alle österreichischen Unternehmen. Lediglich sogenannte „Kalte-Hände“-Betriebe – ohne feste Räumlichkeit – sind von der Regelung ausgenommen.

Rechtssicherheit für Unternehmen

Wem in Zukunft eine Finanzprüfung ins Haus steht, kann mit dem neuen System auf eine von der Finanzbehörde anerkannte Rechtssicherheit vertrauen. Für die Unternehmen besteht nach der Umrüstung die Option, Arbeitsschritte zu erleichtern, indem zusätzliche Auswertungs- und Statistiktools wie Kundenverwaltung, Waren- und Lagerwirtschaft, Webshop u.v.m. per Knopfdruck verfügbar sind. Nicht alles, was auf den ersten Blick nur zum Nachteil eines Unternehmers aussieht, ist es auch. Jede Münze hat zwei Seiten: Man kann die Registrierkassenpflicht genauso gut als Chance und gleichzeitig Arbeitserleichterung zum schnellen und richtigen Kassenabschluss betrachten. Wer das System umgehen möchte, wird auch weiterhin Schlupflöcher finden – begibt sich aber auf sehr dünnes Eis und riskiert harte Strafen. Da zahlt sich die Investition in ein modernes Kassensystem allemal aus.

Mein Tipp: Klären Sie mit dem Hersteller Ihres aktuellen Kassensystems, inwieweit es der neuen Registrierkassenpflicht Stand hält. Fragen Sie nach einem kostenfreien Software-Update, damit Ihnen nach der Umstellung unangenehme Überraschungen erspart bleiben.

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